\ \ \ \ \ \
Was eine Blume braucht, ist die Kraft des Stängels, der sie trägt, der sie in Wind und Wetter festhält und der sie der Sonne entgegenstreckt. ( Phil Bosmans )
Presseberichte

Albbote 25.06.2002

RUNDSCHAU VON DER ALB

Elektroausstellung / Sammelleidenschaft seit zehn Jahren

Gehweiler: Ein Leben für den Strom

Topfstaubsauger, Musiktruhe und Fernschreiber – Ersatzteile in Museen gefragt

Waltraud Wolf

Riedlingen• Selber Elektrotechniker, sammelt Kurt Gehweiler seit zehn Jahren Elektrogeräte, aber auch Installationsmaterial oder Werkzeug. Ein gedrechseltes Verlängerungskabel, das er 1992 auf dem Riedlinger Flohmarkt fand, war der Auslöser für die Sammelleidenschaft. Jetzt kann er erstmals all das Zusammengetragene der Öffentlichkeit präsentieren. Die Familie von Hornstein hat dazu im Riedlinger Teilort Grüningen ihr Jägerhaus geöffnet.

Und dort begegnen sie einem, die Helfer von einst, der Topfstaubsauger oder die Backröhre mit zwei Platten zum Kochen, Bügeleisen aller Art, aber auch eine beheizbare Bettflasche. Radios gibt es in verschiedenen Ausführungen zu bewundern. Und so manches Teenagerherz schlug vor 40 Jahren vergeblich für eine Musiktruhe, wie Gehweiler sie zeigt, oder das Fernsehgerät, das in einem Holzschrank verschwand.

Dass er nach ersten Presseveröffentlichungen 1997 das ersehnte Tefifon erhielt, macht ihn froh. Das Radiogerät birgt unter einem Deckel umlaufende Schallbänder, die Non-Stop-Musik liefern. Besonders stolz ist Gehweiler auf den immer noch funktionsfähigen Fernschreiber, der Auch während der Ausstellung tickert. Doch nicht nur die Dinge des täglichen Lebens sind es, die er sammelt. Was den „Stromer“ fasziniert, sind insbesondere auch Installationsmaterialien. So gehen seine Schätze bis auf den Elektroschaltanlagenbau in den dreißiger Jahren zurück. Glücklich präsentiert er eine Schalttafel aus Marmor, die einst ihren Dienst im Riedlinger Milchwerk tat oder die Kohlenfadenglühbirne. Nicht weniger interessant sind Werkzeuge, mit denen die Elektriker anno dazumal arbeiteten. Ein kleines Büchlein gibt Auskunft, was wofür gebraucht wurde.

Kurt Gehweiler macht keinen Hehl daraus, dass er seine Sammlung noch erweitern will und dankbar ist für jedes Angebot.

Nicht schlecht staunte sein einstiger Lehrmeister Karl Widmann am Freitag bei der Ausstellungseröffnung über die breite Palette des Sammelgutes und versprach, dass er das eine oder andere auch noch beisteuern könnte.

Zuvor hatte Kreisarchivdirektor Dr. Kurt Diemer dem „alten Gruscht“ die Ehre erwiesen. In ihm begegne man seiner eigenen Vergangenheit, bekannte er. Erst wenn man sie brauche, vermisse man die Gegenstände, so zum Beispiel bei der Ausstattung von Häusern des Freilichtmuseum des Landkreises Biberach in Kürnbach. Denn woher einen Fernseher aus dem Jahre 1955 nehmen oder einen Staubsauger, der in den sechziger Jahren seinen Dienst tat? „Ich wusste nicht, dass es Sie gibt“ räumte Dr. Diemer gegenüber Gehweiler ein, sonst hätte man auch schon bei ihm angeklopft. Er dankte ihm, dass er diese Gegenstände des Alltags bewahrt habe.

In Bezug auf Elektrizität könnten die Riedlinger „ganz schön stolz sein, versicherte

Dr. Diemer, sei die Oberamtsstadt Ende des 19. Jahrhunderts doch eine der ersten gewesen, die ein E-Werk hatten. Er überreichte Gehweiler ein Buch, das er über die Oberschwäbischen Elektrizitätswerke geschrieben hat.

Musikalisch umrahmt wurde die Vernissage von Gehweilers Tochter Ursula am Klavier, ganz ohne Strom!

Albbote 25.06.2002

Meine Empfehlung
 FASCHING IN GRUENINGEN
Interessante Links
 Peter s Webseiten
 
Impressum Copyright © http://www.elektromuseum-gehweiler.de 2001 - 2019
Beste Darstellung ab IE6 mit 1024 x 768 Pixel Auflösung
  User online: 2   Heute: 5   Gestern: 11   Gesamt: 1430